Wie wir die „Private Piste“ in Hochfügen“ erlebten

Reservierter Parkplatz, Kamerateam und herzliche Begrüßung. Nein, wir waren nicht bei der Grammy-Verleihung, sondern bei der sog. „Privaten Piste“ im Zillertaler Skigebiet Hochfügen. Wir hatten dieses Spezialangebot vor einigen Tagen gebucht und hofften auf das Highlight unseres diesjährigen Winterurlaubs im Zillertal. Denn versprochen wurde uns recht viel auf der Homepage: Reservierte VIP-Parkplätze, die Gondelbahn 8er Jet ab 7.30 Uhr in Betrieb, die Pisten 6, 7 und 10 eine Stunde exklusiv nur für uns und ein reichhaltiges Frühstück auf der 8er Alm.

 

Der Aufpreis war gerechtfertigt

Das Paket kostet bei vorhandenem Skipass 40 Euro pro Person. Eigentlich ok, wenn man bedenkt, dass ein ordentliches Frühstück schon mal die Hälfte davon kosten kann. Aber wir waren trotzdem ein wenig skeptisch. So etwas Ähnliches hatten wir bereits einmal in einem anderen Skigebiet gebucht und blieben eher enttäuscht. Nachdem wir für die Extrazeit auf der Piste ganz schön tief in die Tasche gegriffen hatten, war von exklusiv keine Spur. Angesagt war anstehen wie gewohnt und wildes Gedrängel, um die erste Gondeln zu erwischen. In Hochfügen war es anders. Wir fühlten uns an dem Donnerstag wie Promis. Die „Private Piste“ können nämlich nur maximal 30 Personen genießen  – im Unterschied zum kostenlosen „Early Bird Skiing“ für jedermann bzw. -frau an den Wochenenden.

 

Beim Antreffen kurz nach sieben Uhr begrüßten uns zwei Mitarbeiter des Marketingteams. Die reservierten VIP Parkplätze warteten auf uns und auch sonst stimmte alles. Weit und breit keine Menschenseele am Lift außer uns sieben Familienmitglieder und Freunde. Die Mitarbeiter des Skigebiets waren aufgeregt. Sie waren neugierig, wie das Produkt bei uns ankommt und außerdem standen Filmaufnahmen auf dem Programm. Uns machte es Spaß, dabei mitzuwirken.

Früh morgens stiegen wir in die Gondel – es fühlte sich ungewohnt, aber herrlich, an. Oben waren wir ganz alleine – vor uns nur perfekt präparierte, jungfräuliche Pisten – ein weißer Teppich mit Rillenmuster. Die Vorfreude war groß, wir setzten die ersten Schwünge. Anfangs war es noch etwas frisch, die Sonne musste sich erst die letzten Berggipfel hochkämpfen. Aber egal. Wir schwebten über den Schnee. Kein Schneehügel, keine Unebenheit, keine Eisplatte kam uns in die Quere. Die sportlich ambitionierten unserer Gruppe konnten ihre Grenzen ungehindert ausloten, die Anfänger ihr individuelles Tempo fahren, ohne Angst zu haben über den Haufen gefahren zu werden. Piste runter, rein in den Lift, wieder rauf und nochmals die private Piste runter. Das war schon perfektes Skifahren. Das Filmteam immer an unserer Seite. Aber das störte uns nicht, das Team hielt sich dezent zurück. 

 

Eine Stunde die Pisten für sich alleine fordert 

Wir kosteten die Stunde voll aus und fuhren was das Zeug hielt. Nach 60 Minuten durchfahren ohne jegliches Anstellen am Lift hatten wir gegen eine Pause nichts auszusetzen. Das abschließende reichhaltige Frühstück auf der 8er Alm kam uns da recht. Nach der Stärkung setzten wir unseren Skitag bis Betriebsschluss fort. Die zusätzliche Urlaubsausgabe hat sich wirklich gelohnt. Unsere Erwartungen an exklusives Skifahren wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Wir hatten unser Urlaubshighlight! Die „Private Piste“ in Hochfügen kann ich jedem, der Einzigartiges erleben will, weiterempfehlen.

Frisch präperierte Piste Hochfuegen
Sonnenschein Private Piste Hochfuegen
Panorama Private Piste Hochfuegen