Einen Skihelm kaufen: Was muss ich beachten?

Skihelme sind nicht nur modische Accessoires, die den Look auf der Skipiste erst richtig abrunden, sondern sie haben vor allem eine äußerst wichtige Schutzfunktion. Kopf und Nacken gelten beim alpinen Skifahren und beim Snowboarden als besonders gefährdete Körperregionen. Gerade für Kinder und Anfänger sind Skihelme unabdingbare Helfer und manchmal sogar Lebensretter. Das haben viele Pistenteilnehmer bereits erkannt, denn fast die Hälfte von ihnen trägt mittlerweile einen Helm. Viele Skifahrer sind nämlich inzwischen davon überzeugt, dass ihr Skihelm sie im Falle eines Sturzes oder eines Zusammenpralls wirkungsvoll schützt und schlimmere Verletzungen verhindert. Dank der engagierten Aufklärungsarbeit der Skiverbände und seiner Verbündeten wächst die Schar der Helm-Fans weiter. Diese Arbeit ist sehr wichtig, denn im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Österreich eine Skihelmpflicht lediglich für Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren (außer in Niederösterreich, dort herrscht generell Helmpflicht). Bei den Erwachsenen wird auf die Freiwilligkeit und die Vernunft der Skisportler gesetzt.


Mit Normen und Tests zum sicheren Skihelm

 

Die Helmspezialisten von DSV aktiv, der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) und die Fachleute vom TÜV prüfen verschiedene Kriterien von Helmen wie Stoßdämpfung, Belüftung, Geräuschwahrnehmung, Materialermüdung und das Helmgewicht. Dabei werden Vollschalenhelme und Halbschalenhelme gleichermaßen zum Test gebeten. Die Ergebnisse der Prüfung stehen den Interessenten im Internet kostenlos zur Verfügung. Sichere Skihelme tragen das Kennzeichen CE. Damit ist gesichert, dass der Helm in der EU gehandelt werden darf. Das CE-Zeichen gibt jedoch keine Auskunft über die tatsächlichen Gebrauchseigenschaften und die Produktsicherheit. Das Kennzeichen EN steht für die Einhaltung der Europäischen Normen. EN 1077 regelt die geltenden Mindestanforderungen an die Funktionstauglichkeit für die Helme im alpinen Skisport und beim Snowboarden. Alle Skihelme unterliegen der sichtbaren Kennzeichnungspflicht in Bezug auf:

  • die aktuelle Normierung EN 1077
  • den Hersteller
  • das jeweilige Helmmodell
  • die konkrete Bezeichnung – Gruppe A (Vollschalenhelme) oder B (Halbschalenelemente)
  • die Helmgröße
  • das Gewicht des Helmes
  • das Herstellungsjahr und das Quartal


Einige Skihelme sind auch mit dem amerikanischen ASTM-Kennzeichen ausgestattet. Dabei handelt es sich um ein Normierungssystem, welches jedoch in der EU nicht zur Pflichtkennzeichnung gehört. Dennoch adelt das ASTM-Label das jeweilige Produkt, da das international anerkannte Prüfinstitut sich besonders der Bruchsicherheit von Material widmet.

Komfort und richtige Größe des Skihelms

 

Der Kauf eines Skihelms ist Vertrauenssache, denn es geht um körperliche Unversehrtheit, Gesundheit und um Risikominimierung. Die Anprobe ist daher Pflicht, denn nur ein optimal sitzender Helm erfüllt seine Schutzfunktion. Der Skihelm sollte eng am Kopf sitzen, darf aber gleichzeitig nicht drücken. Ein guter Test, ob ein Skihelm gut passt, ist es übrigens, wenn der Helm nicht vom Kopf fällt, auch wenn das Kinnband geöffnet ist. 

Der Tragekomfort eines Skihelms wird auch durch die Belüftung und die Polsterung bestimmt. Aus hygienischen Gründen greifen viele Kunden bevorzugt nach Helmen mit einer herausnehmbaren, waschbaren Innenpolsterung. Sie schätzen die einfache und schnelle Bedienung der verstellbaren Belüftungs- und Kopfbandelemente, die auch mit Handschuhen ungehindert möglich ist. Besondere Beachtung beim Skihelmkauf gilt den Ohrenpolstern. Diese sollten nicht nur gut sitzen, denn sie regeln auch die Geräuschwahrnehmung während des Skifahrens und nehmen indirekt Einfluss auf das Gleichgewichtsempfinden. Ein wichtiges Accesoire sollte beim Helmkauf übrigens ebenfalls beachtet werden: die Skibrille. Der zeitgleiche Kompabilitäts-Check schließt spätere Unpässlichkeiten nämlich schlichtweg aus.

Wann sollte ein Skihelm ausgetauscht werden?


Kinder zum Beispiel benötigen schon aufgrund ihres fortschreitenden Wachstums öfter einen neuen Skihelm. Nach einem Sturz sollte der Helm aber auch bei Erwachsenen in jedem Fall von einem Fachmann geprüft werden und wer auf Nummer sicher gehen will, kauft sich einen neuen Helm, denn Schäden sind nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. Unsichtbare Haarrisse beispielsweise können sich bei weiterem Gebrauch des Skihelms im Falle eines Sturzes als verhängnisvoll erweisen. 

Die reguläre Lebensdauer eines Skihelms rangiert zwischen drei und fünf Jahren. Der normale Materialverschleiß dabei wird von der individuellen Tragehäufigkeit und den Witterungsbedingungen wie Wärme, Kälte, Feuchtigkeit und UV-Strahlen beeinflusst. 

Es lohnt sich übrigens auch immer die Produktentwicklungen und die Innovationen auf dem Markt der Skihelme zu beobachten. Neue oder verbesserte Materialien und optimierte technische Details erhöhen immer weiter die allgemeine Sicherheit der Helme. Modernes Design ist also nicht nur aus ästhetischen Gründen wichtig, denn mittlerweile verbinden sich Design und Funktion von Skihelmen zu einer völlig neuen Qualität.  

 

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von helmexpress.com, dem Profi für Sicherheit und Skihelme